Standup Paddling
Standup Paddling (SUP) musste eigentlich gar nicht "erfunden" werden, weil das stehende Rudern auf Flößen, Kanus, Gondeln oder Einbäumen tausende Jahre alt ist. Den Beginn von Standup Paddling als Funsportart markiert die Gewohnheit hawaiianischer Surfer, die Wege zu den Riffen auf ihrem Surfbrett stehend mit einem Paddel zurückzulegen. Es war wohl vor allem der große US-amerikanische Big-Wave-Surfer Laird Hamilton (* 1964), der die Entwicklung von Standup Paddling als eigenständiger Sportart massiv vorantrieb. Die Boards beim Standup Paddling ähneln den Longboards beim Wellenreiten, mit dem Unterschied, dass sie mehr Auftrieb erzeugen müssen als jene. Standup-Paddling-Boards haben eine Länge von etwa zweieinhalb bis viereinhalb Metern und bestehen aus den üblichen Surfboard-Materialien. Das Paddel besteht aus Aluminium, Karbon oder Glasfaser und sollte etwa zwanzig bis dreißig Zentimeter länger sein als sein Benutzer.
Standup Paddling wird vor allem an der US-amerikanischen Westküste und auf Hawaii betrieben. Auch Japan und Australien wurden schnell vom Standup-Paddling-Fieber infiziert. In Europa beschränkte sich das Standup Paddling lange Zeit auf die französische Atlantikküste, als in den letzten Jahren das Flatwater Standup Paddling plötzlich weltweit zur absoluten Trendsportart wurde. Der große SUP World Cup im Flatwater Standup Paddling wird jährlich in Hamburg ausgetragen, woran auch schon das US-amerikanische Surfidol Robby Naish (* 1963) teilnahm. Seine Begeisterung für Standup Paddling begründet Naish so: "Das SUP ist langsamer als das Surfen, dafür aber viel meditativer. Man sieht die Umwelt und Natur mit anderen Augen, aus einem anderen Blickwinkel. Ich habe so vor kurzem Venedig erkundet, das war fantastisch." Auf Boardpoint.de erfahren Standup-Paddling-Freunde alles über die SUP-Szene, die nächsten Events und die neuesten Entwicklungen in Sachen Ausrüstung und Bekleidung.