Windsurfen
Windsurfen bietet die Möglichkeit, die Elemente der Natur ganz besonders nah zu erfahren und eindringlich zu spüren. Windsurfen verbindet auf unvergleichliche Weise Naturerlebnis, Kraft und Eleganz. Die kalifornische Windsurf-Legende Robby Naish (* 1963) hat das in einem Interview so beschrieben: "Wenn Surfen zu einer Hauptsache im Leben wird, dann verändert es dich. Man findet sich selbst und wird wirklich geerdet. Das hängt natürlich davon ab, wer man ist. Aber generell ist man absolut im Einklang mit sich selbst." Windsurfen ist keine Wassersportart wie andere: es ist Ausdruck einer ganzen Lebenseinstellung.

Windsurfen ist eine Weiterentwicklung des Wellenreitens und wurde Mitte der 1960er Jahre in den USA erfunden. Es dauerte nur zwei Jahrzehnte, bis sich Windsurfen zum Inbegriff aller Trendsportarten entwickelte: Mitte der 1980er Jahre gab es in Europa bereits rund drei Millionen aktive Windsurfer.
Jemand, der das erste Mal auf einem Surfboard steht, glaubt meistens, er werde niemals richtig Windsurfen können. Doch erstaunlich schnell erlernt man die Grundfähigkeiten. Gute Anfängerkurse brauchen selten mehr als zehn Stunden, um die rudimentären Techniken zu vermitteln. Nach nur zwei oder drei Tagen beherrscht jeder die Basics für Starttechnik und Kurswechsel, und schon beherrscht man das Board so gut, dass Windsurfen ungeheuren Spaß bringt.
Rund vierzig Stundenkilometer werden beim Windsurfen durchschnittlich erreicht. Das Surfbrett besitzt Stromlinienform, ist zwischen zwei und drei Metern lang und gut einen halben Meter breit. Der Mast besteht aus Fiberglas oder Carbonfasern und ist zwischen dreieinhalb und sechs Meter lang. Das Segel besteht aus verschiedenen High-Tech-Fasern, häufig auf Polyester- oder PVC-Basis, manchmal verstärkt mit Kevlar.
Unter den Moves beim Windsurfen unterscheidet man waghalsige Sprünge und atemberaubende Loops (Old School Style) und nah an der Wasseroberfläche ausgeführte artistische Manöver (New School Style). Unter erfahrenen Windsurfern wird über die Moves und Styles lange diskutiert, für den Freizeit-Surfer aber genügen die Freude am Sport und das Beherrschen der Naturelemente. Denn Windsurfen ist vor allem das: endloser Fun und Ausdruck echter Lebensfreude.